Datum / Einsatz-Nr. 26.05.2002 2002-53/54/55
Ort Beerfurth, Crumbacher Straße
Alarmzeit / Ende 04:33 27.05.2002, 06:10
Art / Dauer Feuer-/Brandeinsatz 25 Std. 37 Min.
Einsatzstichwort Brand der Wiesenmühle
Alarmierte Feuerwehr
Fahrzeuge vor Ort
Beerfurth: TSF-W, MTF
Brensbach: ELW 1, TLF 16/25, LF 8/6-G
Gersprenz: TSF, MTF
Nieder-Kainsbach: MTF, TLF 8/18, TSF
Reichelsheim:
KdoW, TLF 16/24, DLK 18-12, LF 16, FLF, MTF
Lage beim Eintreffen Brand des Gebäudekomplexes Wiesenmühle. Vollbrand der Scheue mit Dachstuhlbränden bzw. Zimmerbränden der beiden seitlich unmittelbar angrenzenden Gebäude mit Wohneinheiten. Unabhängig davon ein Zimmerbrand im Wohnbereich in nicht unmittelbarer Nähe.
Tätigkeit der Feuerwehr Umfassender Außen- und Innenangriff mit Menschen-rettung über Steckleiter. Vornahme des Wenderohres über Drehleiter. Sechs Erwachsene und drei Kleinkinder wurden vorsorglich im Krankenhaus auf Rauchgasver-giftung untersucht. Insgesamt wurden 16 Bewohner in einer Notunterkunft betreut und versorgt.
Sonstiges Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten ver-letzt. Brandwache mit Nachlöscharbeiten in der folgen-den Nacht.
Ebenfalls im Einsatz: EVG-West, SEG Erbach, Rettungsdienst sowie unterschiedliche Polizeieinheiten. Hervorzuheben ist das Engagement der Frauen vom "Runden Tisch für Internationale Verständigung" sowie die Hilfsbereitschaft von vielen Gersprenztäler Mitbürgern.
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Presse

Feuer vernichtet Ausländer-Unterkunft
Ermittler gehen nicht von Fremdenhass als Tatmotiv aus

BEERFURTH. Ein Feuer hat in der Nacht zum Sonntag das als Ausländer-Unterkunft genutzte Anwesen Wiesenmühle zwischen den Reichelsheimer Ortsteilen Beerfurth und Gersprenz zu weiten Teilen zerstört. Ernsthaften Schaden an Leib und Leben erlitt glücklicherweise niemand. Die 22 aus verschiedenen Herkunftsländern stammenden Bewohner der Hofreite konnten sich allesamt selbst retten, einige von ihnen wurden jedoch wegen möglicher Rauchvergiftung vorübergehend ins Erbacher Krankenhaus gebracht. Die Verwüstung ihrer Bleibe, bei der für mehr als 500 000 Euro Sachschaden entstand, geht offenbar auf vorsätzliche Brandstiftung zurück. Darauf deutet nach Angaben der Odenwälder Polizeidirektion die Entstehungsgeschichte des Großbrands hin: Nachgewiesenermaßen sei das Feuer an zwei deutlich voneinander entfernten Stellen ausgebrochen. Ausländerfeindlichkeit als Tatmotiv lässt sich zwar nicht ausschließen, doch gehen die Ermittler nicht von einem solchen Hintergrund aus. Wie ihr Sprecher Reinhard Ihrig sagte, hat es gerade im oberen Gersprenztal zu keinem Zeitpunkt Anzeichen für Vorbehalte gegenüber in Sammelunterkünften lebenden Ausländern gegeben. Vielmehr herrsche dort zwischen Einheimischen und Fremden ein hohes Maß an Einvernehmen; beispielsweise seien mehrere Bewohner der Beerfurther Wiesenmühle in Sportvereinen der Umgebung aktiv. Gestützt wird die Darstellung des Polizeisprechers von den Reaktionen der Bevölkerung auf das Feuer in der Wiesenmühle: Spontan stellten die Beerfurther den obdachlos gewordenen Frauen, Männern und Kindern ihr Vereinsheim zur Verfügung, halfen vielzählig mit der Bereitstellung notwendiger und nützlicher Utensilien wie Decken, Kleidern oder Spielzeug. „Als wir die Leute, zum Teil nur dürftig bekleidet und geschockt, vor ihrem brennenden Zuhause verharren sahen, konnten wir nicht untätig bleiben“, schildert Ortsvorsteher Willi Delp die Reaktion der ersten Helfer, die zum Unfallort geeilt waren. Mit überzähligen Feuerwehrautos wurden die Obdachlosen daraufhin ins Vereinsheim gebracht, das Delp spontan als potenzielle Notunterkunft in den Sinn gekommen war. Neben materieller Versorgung erfuhren sie dort auch persönliche Zusprache, zum Beispiel von Ulli Zelta Rosche vom Arbeitskreis „Der runde Tisch“, der im Großraum Reichelsheim für die internationale Verständigung aktiv ist. Nach dem gestrigen Stand sollten die Obdachlosen den Sonntag und die Nacht zum Montag im Beerfurther Vereinsheim bleiben, um heute in freien Ausländerwohnungen der Sozialträger des Odenwaldkreises untergebracht zu werden. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichem Leben, an der Spitze Landrat Horst Schnur, erkundigten sich persönlich nach dem Wohlergehen der Betroffenen. Begonnen hatte deren Leidensweg gegen 4.30 Uhr, als einer der Wiesenmühlen-Einwohner das Feuer bemerkte und seine Nachbarn alarmierte, zu denen auch der Eigentümer des Anwesens gehört. Der rief telefonisch über die Rettungsleitstelle Hilfe, die von Feuerwehr und Rotem Kreuz binnen kürzester Frist erbracht wurde. So stellten sich dem Brand in der Wiesenmühle mehr als 75 Feuerwehrleute der Löschmannschaften von Reichelsheim, Beerfurth, Gersprenz, Nieder-Kainsbach und Brensbach entgegen. Ihnen gelang es, ein Nebengebäude vor den Flammen zu retten und das Hauptgebäude vor der völligen Zerstörung zu bewahren, obwohl sich dort einer der beiden Brandherde befand und die in Flammen stehende Scheune unmittelbar angrenzte. Dies war nach Ausführungen von Kreisbrandinspektor Horst Friedrich nur durch gute Abstimmung von Lösch- und Sicherungsarbeiten möglich. „Unsere Einsatzkräfte haben Hervorragendes geleistet“, lobte der Dienstherr, „in solchen Situationen zahlen sich unser sorgfältiges Training und unser Drängen auf angemessene Ausrüstung aus.“ Dasselbe konnte das Rote Kreuz für sich geltend machen, das mit den Profis der Erbacher Rettungsdienstzentrale ebenso zur Stelle war wie mit den ebenfalls hoch qualifizierten Mitgliedern der Schnellen Einsatzgruppe (SEG). Sie gewährleisteten nicht nur die richtige Behandlung jedes Geretteten, sondern sicherten auch den Feuerwehreinsatz ab. Neben Kompetenz war von allen Beteiligten einschließlich der Polizei wieder einmal Aufopferungsgeist gefordert, wie er gerade für einen vielstündigen Einsatz in der Nacht und den frühen Morgenstunden Voraussetzung ist.
Gerhard Grünewald

Text: Odenwälder Echo 26.05.2002

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Der Bleibe beraubt, aber gut umsorgt
Nach Großbrand: Wiesenmühle-Bewohner finden bei Christlicher Vereinigung Obdach

REICHELSHEIM. Die durch den Brand des Ausländerwohnheims Wiesenmühle beim Reichelsheimer Ortsteil Beerfurth obdachlos gewordenen Frauen, Männer und Kinder erfahren weiterhin umfassenden und unbürokratischen Beistand. Daran besteht kein Zweifel, nachdem Behörden und Politiker, vor allem aber auch Privatbürger und karitative Organisationen ihre bereits unmittelbar nach dem Feuer angelaufenen Hilfestellungen im Lauf des Sonntags koordiniert und weiter intensiviert haben. Noch zu keinem sichtbaren Erfolg hatten gestern die Ermittlungen zu Verursachern und Hintergründen des Großbrands geführt. Wie berichtet, hatte der am frühen Sonntagmorgen die außen liegende Hofreite zu weiten Teilen zerstört und einen Sachschaden von über 500 000 Euro hervorgerufen. Weil die Flammen dabei von zwei deutlich voneinander entfernt liegenden Stellen ausgingen, drängte sich für die Polizei der Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung auf. An der weiteren Sondierung dieser Annahme, Spurensicherung und Fahndungsaufnahme arbeiteten gestern wieder Spezialisten der Kriminalpolizei und des Landeskriminalamts sowohl vor Ort als auch in ihren Dienststellen. Ein vorzeigbares Ergebnis aber zeichnete sich vorläufig nicht ab. Einer zügigen und erfolgreichen Ermittlungstätigkeit kommt in diesem Fall insofern besondere Bedeutung zu, als bei jedem Anschlag auf ein vorwiegend von Ausländern bewohntes Anwesen mit Fremdenfeindlichkeit als möglichem Motiv gerechnet werden muss. Demgegenüber betont die Odenwälder Polizeidirektion ihre Einschätzung, wonach von einem solchen Hintergrund angesichts des reibungslosen Zusammenlebens von Menschen verschiedenster Nationalitäten im oberen Gersprenztal nicht auszugehen ist. Erhärten ließe sich dies aber erst mit der Präsentation möglicher anderer Beweggründe oder sogar Tatverdächtiger. Die durch den Anschlag ihrer Unterkunft beraubten Bürger unterschiedlichster Herkunft, die von der Türkei bis Somalia reicht, haben derweil in der Mehrzahl weiter im oberen Gersprenztal bleiben können. Ihr provisorisches Dach über dem Kopf im Beerfurther Gemeinschaftshaus haben sie dabei inzwischen gegen Zimmer im Gästehaus Tannenhof der Offensive Junger Christen eingetauscht, einer in Reichelsheim ansässigen kirchlichen Gemeinschaft überregionaler Ausprägung. Deren Verantwortliche hatten sich spontan bereit erklärt, die Betroffenen aufzunehmen. Da allerdings auch diese Unterkunft nur für einige Tage zur Verfügung steht, setzten Politiker und Behördenvertreter des Odenwaldkreises mit Landrat Horst Schnur und Reichelsheims Bürgermeister Gerd Lode an der Spitze gestern ihre Bemühungen um längerfristige Lösungen fort, die den Bedürfnissen der ehemaligen Wiesenmühle-Bewohner gerecht werden. Vor allem die Familien sollen in der Nähe ihres seitherigen Wohnorts untergebracht werden – etwa, damit den Kinder nicht ihre seitherigen Bezugspersonen in Schulen oder Kindergärten verloren gehen. Nach bereits erfolgter Vermittlung eines Drei-Personen-Appartments wird deshalb noch vor allem nach einer Wohnung für eine fünfköpfige Familie gesucht; Angebote erhofft das Sozialamt des Odenwaldkreises, Telefon 06062 70392. Sicher sein können sich die Obdachlosen auch der Hilfe der einheimischen Kirchengemeinden. So wurde über die spontane Spendenbereitschaft der Beerfurther Bevölkerung hinaus am Sonntag in den Gottesdiensten der Gemeinden Beerfurth, Reichelsheim und Winterkasten/Laudenau zu Gaben aufgerufen. Ansprechpartner für weitere Hilfsangebote aller Art sind Annemarie Knichel vom Verein Runder Tisch, Telefon 06164 3975, und Gerda Thielker von der Arbeiterwohlfahrt des Odenwaldkreises, 06061 925218.
gg

Text: Odenwälder Echo 28.05.2002

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"Anschlag nicht politisch motiviert"
Feuer in Beerfurth: Brandbeschleuniger gefunden, aber keine weiteren Erkenntnisse

BEERFURTH. Weitere Ermittlungen im Brandfall Wiesenmühle durch Fachkräfte des Bundes- und des Landeskriminalamtes haben ergeben, dass zur Entfachung des Feuers so genannte Brandbeschleunigungsmittel benutzt wurden. Damit hat sich der bereits am Sonntag erhobene Verdacht einer Brandstiftung erhärtet, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizeidirektion in Erbach. Am Mittwoch wurde das nähere Umfeld der außerhalb Beerfurths gelegenen ehemaligen Mühle von zwei Gruppen der hessischen Bereitschaftspolizei nochmals genau nach möglichen Beweismitteln abgesucht. Dabei ergaben sich keine neuen Hinweise. Jedoch ist bekannt, dass es im Umfeld der Mühle in der Vergangenheit zu kleineren Bränden gekommen ist. Einmal wurde ein Baumstamm angesteckt, einmal ein Strohballen in Brand gesetzt. Darüber hinaus wurde in einem damals leer stehenden Zimmer in dem Wohngebäude selbst Feuer gelegt. Angesichts dieser Sachlage ist die Polizei der Meinung, dass der Brandanschlag auf die Wiesenmühle keinen politischen Hintergrund hat. Die Arbeitsgruppe der Polizei bittet die Bevölkerung zu folgenden Fragen um Mithilfe: 1. Wer hat in den frühen Morgenstunden des Sonntags (26.) verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit der Brandstiftung stehen könnten? 2. Wer kann sachdienliche Hinweise zu den Bränden im Umfeld der Mühle machen? Hinweise werden erbeten an die Polizeidirektion Odenwald in Erbach, Telefon 06062 9530. e

Text: Odenwälder Echo 31.05.2002

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Eine Bleibe auf Zeit
Brandopfer: Im Tannehof der Offensive Junger Christen gut untergebracht

REICHELSHEIM. Die Verunsicherung steht ihnen noch ins Gesicht geschrieben, obwohl sie sich im Tannehof der „Offensive Junger Christen“ (OJC) in Reichelsheim gut untergebracht fühlen. Sie sind Opfer des Brandes am Sonntag, dem 26. Mai, in der Beerfurther Wiesenmühle.. In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber wohnten bis zur Brandnacht über 40 Menschen. Verletzt wurde bei dem Feuer glücklicherweise niemand, aber der Sachschaden ist ganz erheblich. Er wird auf 500 000 Euro geschätzt. Spontan und ganz kurzfristig hatte sich damals die christliche Gemeinschaft bereit erklärt, einen Teil der jetzt Obdachlosen im Tannenhof unterzubringen, bis die Wiesenmühle wieder bewohnbar ist. Der Tannenhof ist ein Gästehaus der OJC. Die Zweibett-Zimmer mit Duschen und einer großen Gemeinschaftsküche dienen normalerweise jenen als Unterkunft, die Tagungen der OJC auf Schloß Reichenberg besuchen. Gegenwärtig freuen sich zwei Familien und sechs Einzelpersonen über die „saubere und angenehme“ Wohnstatt, in der sie ihr Unterkommen fanden. Besonders angetan sind sie von der freundlichen Atmosphäre. Senep Cetin mit ihrer acht Monate alten Tochter Serta, Sabiha Yaman mit Tochter Gülten und Sohn Güney kamen alle aus dem kurdischen Teil der Türkei; Gary Osepian dagegen stammt aus Georgien, Rachmatullah Habibi floh aus der afghanischen Hauptstadt Kabul nach Deutschland. e

Text: Odenwälder Echo 07.06.2002

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Leserbrief

Bürgerengagement
Dank für Hilfsbereitschaft

Zum Bericht „Feuer vernichtet Ausländer-Unterkunft“, Ausgabe vom Montag, 27. Mai. Es war die Schreckensvision schlechthin: ein Feuer im Wohnheim der Asylbewerber. Am Sonntag, 26. Mai, in der Morgendämmerung ist es tatsächlich passiert. Die große Erleichterung bei allem Schrecken und Schaden: Niemand ist ernsthaft verletzt worden, das hätte zur Schlafenszeit auch anders ausgehen können. Aber Hausbesitzer und Bewohner selbst sorgten für die rechtzeitige Warnung und Rettung aller. Was danach folgte, war eine Welle von Versorgungsmaßnahmen und Hilfeleistungen: Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz, Politiker, Nachbarn und viele hilfsbereite Menschen aus dem Gersprenztal besuchten die obdachlos gewordenen Heimbewohner, organisierten das Notwendigste, besorgten, was gebraucht wurde, improvisierten spontan, um den Zustand erträglich zu gestalten. Vom Stofftier für die Kleinkinder über Umstandskleider für eine Schwangere bis zur Gemüsespende kamen viele gute Gaben. Von verschiedenen Kirchengemeinden und einem großen Kirchenkonzert kam eine beträchtliche Geldspende zusammen, die für Lebensmittel, Wäsche und die Einrichtung neuer Wohnungen eingesetzt wurde und wird. Im Laufe des Sonntags wurde dem zuständigen Sozialamt die Vermietung einer ganzen Gästehausetage der OJC zur vorübergehenden gemeinsamen Unterbringung der Menschen angeboten, wo zwei Familien sogar bis Ende Juni wohnen konnten. Andere Personen konnten zum Teil für eine Weile bei Verwandten und Landsleuten unterkommen und kehrten dann in die teilweise bewohnbare Wiesenmühle zurück. Dort sieht es allerdings auch heute noch fast genauso aus wie unmittelbar nach dem Feuer. Aufgebrochene Türen geben den Blick in ausgebrannte oder verwüstete Räume frei, der unangenehme Geruch liegt immer noch in der Luft, durch offene Stellen in den Dächern regnet es in die Trümmer, auf dem Hof türmen sich verbrannte Gegenstände. Für die beiden Familien mit Kleinkindern und einem gerade Neugeborenen wurden inzwischen Wohnungen in der Umgebung gefunden. Die Frauen vom Runden Tisch für Internationale Verständigung danken allen Gruppen und Personen, die Hilfe geleistet und geschenkt haben, im Namen der Wiesenmühlenbewohner. Die Hilfen und Freundlichkeiten haben gut getan und das Gefühl von Entsetzen übertönt über das, was zuerst Gerücht im Ort, dann behördliche Gewissheit wurde: Es war Brandstiftung. – Keiner der Bewohner, keine von uns dachte anfangs an diese Möglichkeit, die Fremden hatten sich hier relativ sicher gefühlt. Die Spendenangebote, das Interesse für die Opfer, das ihnen selbst und uns entgegengebracht wird, bestätigen das! – Tausend Dank!

Ulrike Zelta-Rosche
Schwimmbadstr. 9
64385 Reichelsheim

Odenwälder Echo 13.7.2002