Ausbildung mit dem Schlauchboot auf dem Marbachstausee
Die warmen Sonnenstrahlen im September nutzen die Feuerwehrfrauen und -männer der Feuerwehr der Gemeinde Reichelsheim dazu, auf dem nahegelegenen Marbachstausee den Einsatz des Schlauchbootes der Feuerwehr Reichelsheim zu testen.
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Der Einsatz eines Schlauchboots bei der Feuerwehr ist vielseitig, es kann einerseits zur Menschenrettung von verunglückten oder von zu ertrinken drohenden Personen aus Gewässern genutzt werden, andererseits ist auch der Einsatz zur Rettung von Personen, die auf einer Eisfläche eingebrochen sind, denkbar. Hierbei wird durch den Einsatz des Schlauchbootes bei einer Eisrettung das Gewicht der Einsatzkräfte auf dem brüchigen Eis besser verteilt und bei einem eventuellen weiteren Einbrechen des Eises befindet sich der Retter direkt auf einer sicheren schwimmbaren Fläche, ohne die Gefahr eingehen zu müssen in das Eis einzubrechen und selbst in Not im eiskalten Wasser zu geraten.
Auch bei Hochwasser kann das Boot eingesetzt werden, einerseits zur Evakuierung von Personen aus Gebäuden, andererseits aber auch zum Transport von Hilfsgütern in überschwemmten Bereichen. Sicherlich ist auch die Bergung von Gegenständen aus dem Wasser ein mögliches Einsatzszenario eines Schlauchbootes.
Sicherlich war einer der Hauptausbildungsinhalte der Übung auf dem Marbachstausee das richtige Anlegen der benötigen zusätzlichen Schutzausrüstung in Form einer Schwimmweste, aber natürlich auch das Üben des Fahrens mit dem Schlauchboot auf dem Wasser. Hierbei kam es auf Teamarbeit an, denn das gleichmäßige paddeln zum geradeausfahren oder das gezielte einseitige paddeln zum Fahren nach links oder rechts will geübt sein.
Bei der Ausbildungseinheit stand aber sicherlich auch der Spaß, den die Teilnehmer miteinander bei der Teamarbeit hatten, ganz groß im Vordergrund, denn es wurde bei der Ausbildung auch viel gelacht und gescherzt. Zum Abschluss des Tages übernahm der Reichelsheimer Feuerwehrverein die Kosten für Wurst mit Brötchen sowie der Getränke.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für die Unterstützung bei der Ausbildung und für die Sicherheit unserer Einsatzkräfte, wenn mal jemand „über Bord ging“. Hierbei kam sicherlich auch ein wenig Neid über das Hilfsmittel der Mitglieder der DLRG auf, die mit Unterstützung eines Tauchscooters durch das Wasser sausten, ohne sich dabei groß anstrengen zu müssen. [LU]


